Portraitsfotografie, worauf kommt es an? Was macht ein Portrait aus?

Eine Person zu fotografieren ist nicht schwer. Aber ein einfaches Bild ist noch kein Portrait. Ein Portrait soll eine Person so abbilden, dass es die Persönlichkeit  der abgelichteten Person darstellt. Es soll etwas über die Person erzählen, eine Aussage oder ein Statement haben.

 

 

Welches Objektiv für ein Portrait?

 

Das wohl meist verwendete Objektiv für Portraits ist ein 80 mm Objektiv (an einer Vollformatkamera, oder 50 mm an einer DSLR mit Crop-Faktor 1,6).

Dies hat den Hintergrund, dass dieses Objektiv Personen und Proportionen so abbildet, dass die Abbildung am ehesten dem menschlichen Auge entsprechen. Als Betrachter empfindet man die Züge eines Portraitierten natürlich.

 

Objektive mit kleinerer Brennweite (Weitwinkelobjektive) sollte man für Portraits nicht verwenden, da es zu Verzeichnungen kommen kann.

 

Ich persönlich verwende für Portraits auch gerne Teleobjektive, da man sehr schön freistellen kann. Auch fühlt sich die portraitierte Person nicht so bedrängt und ist entspannter. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man unbemerkt fotografieren kann, was die Natürlichkeit und Unverfälschtheit fördert. 

 

 

 

 

 

Berufliches oder privates Portrait

Ein berufliches Portrait soll eine Person so ablichten, dass ein Zusammenhang mit dem von dem Portraitierten ausgeübten Beruf erkennbar ist. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass die Person der betonte Teil des Bildes ist und diese dennoch individuell portraitiert wird.

 

 

 

Schärfe, was ist zu beachten?

Woran erkennt der Betrachter ein scharfes Bild? Wann empfindet er es als unscharf?

Normalerweise empfinden wir ein Bild beim Betrachten als scharf, wenn:

   - die Augen

   - die Haare

   - die Lippen

scharf abgebildet sind. Am besten man blendet das Objektiv (zum Beispiel Blende 8) ab, um ausreichend Tiefenschärfe zu erreichen. 

 

 

 

 

Technik des Freistellens

Hierzu blendet man nur leicht ab, um nur eine geringere Tiefenschärfe zu erzielen. Diese legt man dann gezielt auf die Augen, damit diese scharf abgelichtet werden, der Rest des Gesichtes ist unscharf abgebildet. Vom Betrachter wird das Bild aber als scharf wahrgenommen.

Man sollte beachten, dass bei (relativ) offener Blende die Tiefenschärfe sehr gering ist und sich im Bereich weniger Zentimeter bewegt. Bereits bei kleinen Bewegungen (vorwärts oder rückwärts) vom Fotografen oder Modell kann schnell passieren, dass die Tiefenschärfe nicht mehr an der gewünschten Stelle liegt und das Bild unscharf wird.

 

Bildausschnitt

Hier gibt es unzählige Möglichkeiten, vom Ganzköperpotrait, (Körper-)Teil-Portrait, Kopfportrait, Gesichtportraits, ect. Man sollte den Bildausschnitt sehr sorgfältig planen, unterschiedliche Varianten aufnehmen. Teile des Kopfes oder des Körpers abzuschneiden ist in der Regel unvorteilhaft. Wenn beschnitten wird, sollte man dies sehr bewußt tun und genau darauf achten, wo der Schnitt stattfindet.

 

 

 

Gruppenportraits

Nimmt man mehrere Personen bei einem Portrait auf, so kann man die Gemeinsamkeiten der Gruppe herausarbeiten.

 

Gemeinsamkeiten können zum Beispiel sein: Familienzugehörigkeit, gleiche Interessen, Hobbys, ect.