Reisebericht Thailand 2005

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Inhalt:

Reisebeginn
Bangkok
Fortbewegung in Bangkok
Shopping
Essen in Thailand
Tagestour nach Ayutthaya
Jomtien bei Pattaya
Elefantenreiten
Tagesausflug auf die Insel Ko Samet
Kultur in der Umgebung in der Umgebung Pattaya / Jomtien
Tagesausflug ins Hinterland mit Dschungel-Tour

 

Reisebeginn

Im Oktober 2005 haben wir uns auf die Reise nach Thailand gemacht.

Die Vorfreude war groß, die Koffer gepackt, mit dem Zug nach Frankfurt zum Flughafen und rasch eingecheckt. Freundlich wurden wir von der Crew begrüßt und bald schon war Take-off gen Bangkok.

In Bangkok angekommen, hatten wir ganz schön mit dem Jetlag zu kämpfen, da die Nacht durch den Flug wegfällt. Man hat eben einfach zwei aufeinander folgende Tage.  Wir haben fünf Tage für Bangkok selbst eingeplant, daher sind wir auch ohne zu schlafen gleich losgezogen, nachdem wir im Prince Palace Hotel (=Bo Bae Tower, thailändisch) eingecheckt hatten. Das Hotel selbst liegt über einem Kaufhaus und beginnt im 11. Stock. Darunter ist der Kleidungs-Großmarkt für ganz Thailand. Dementsprechend interessant und aufregend war das Treiben um das Hotel. Es war ein etwas älteres Hotel, was wir vorher wussten, aber alles war sehr sauber. Gut gefallen hat uns, dass auch Thailänder im Hotel waren, die auch abends fleißig Karaoke sangen. Es ist ein beliebter Zeitvertreib der Thais am Abend, es war interessant das mitzuerleben. Vom Sound her ist das einheimische Liedgut eher eintönig und wenig abwechslungsreich.

 

 

Bangkok

Bangkok selbst ist eine schillernde Metropole mit allen schönen, teilweise befremdlichen, aber auch unschönen Facetten.

Die Skyline ist atemberaubend und fantastisch anzusehen, auch die Abwechslung der Bauten ist enorm. Es wird kreuz und quer gebaut, Wolkenkratzer und kleine Behausungen nebeneinander und hat für uns Europäer den Anschein, dass kein System oder Planung dahinter steckt. Tatsächlich aber wird auf engstem Raum möglichst viel realisiert. Viele aufregende Märkte mit allem Möglichen und Unmöglichen bieten sich dem Besucher an, Thailand zu erfahren.

Nachteile sind der Smog, der sich merklich auf die Atemwege legt und der Stau, der sich täglich wiederholt und der enorme Lärm der Großstadt.

 

 

 

 

 

 

Es ist unmöglich, auch nur ansatzweise dem gerecht zu werden, was Bangkok bietet.

Es ist überhaupt kein Problem auf eigene Faust die Großstadt zu erkunden.

Unsere Highlights waren der Besuch des Wat Pho (Tempel des ruhenden Buddhas), Wat Traimit (Tempel des Golden Buddha), Wat Phra Kaeo (Tempelanlage auf dem Gelände des Royal Palace) und Grand Palace, sowie der Trip nach Chinatown (am besten abends zum Abendessen).

Gerne hätten wir noch die Schwimmenden Märkte (Floating Market) besucht, aber laut Reiseleiter vor Ort meinte, dass dies nur am Wochenende Sinn mache, denn sonst seien nur einige Boote zu sehen. Da wir Samstags aber den Transfer nach Jomtien hatten, haben wir die Schwimmenden Märkte nicht besuchen können.

 

 

 

Fortbewegung in Bangkok

Selbst fahren in Bangkok sollte man auf keinen Fall.

Neben dem Linksverkehr ist es eine thailändische Eigenart überall zu fahren, wo es nur irgendwie geht. Dennoch fahren alle entspannt, unaggressiv und rücksichtsvoll. Am besten kommt man mit einem Taxi voran, für bis zu 200 Baht kommt man in der City angenehm klimatisiert voran. Allerdings sollte man darauf bestehen, dass der Fahrer das Taxameter (startet bei 35 Baht für die ersten 2 km) einschaltet, dazu ist er per Gesetz (in Bangkok) verpflichtet. Verweigert er dies oder gibt er an, es sei defekt, einfach das nächste Taxi nehmen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es meist ohne Probleme klappt, außer es regnete. Da wollten auf einmal alle Taxifahrer mehr Geld haben.

Machen sollte man auf jeden Fall einmal eine Fahrt mit einem Tuk-Tuk. Das sind motorisierte Dreiräder die unheimlich schnell, wendig und laut sind. Unbedingt sollte man vorher Fahrtantritt den Preis aushandeln. Man kommt mit 70-100 Baht (ca. die Hälfte des Taxipreises) im Zentrum (5-10km) herum.

Auf eine Fahrt mit dem Boot durch die Klongs (Kanäle) haben wir verzichtet, das Wasser hatte einen unangenehmen Geruch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Shopping

Das Mah Boo Krong (MBK-Center) ist die größte Shopping Mall, und umgeben von anderen Kaufhäusern. Hier gibt es alles, was es auch bei uns in großen Kaufhäusern gibt. In Thailand gibt es auf Luxusartikel, also auch Importwaren, eine Luxussteuer von 400%. Technik ist teilweise sogar teurer als bei uns, ebenso Kleidung oder Schuhe. Man sollte die Preise kennen. Günstig sind unter anderem Massagen (sehr angenehm) und Maniküre.

Wenn man günstig Kleidung kaufen möchte, bietet es sich an, dies außerhalb der teuren Malls zu tun. Da Thais aber eher zierliche Menschen sind, kann man Schwierigkeiten bekommen, wenn man Größe XL benötigt. Auch stimmen die eingenähten Größenangaben be i weitem nicht immer. Man sollte probieren und handeln (20% sind fast immer drin).

Essen in Thailand

Oft gibt es direkt an den Straßen kleine Küchen, die im heißen Wok allerlei Köstlichkeiten in kürzester Zeit zubereiten. So ein Essen ist sehr günstig, meist braucht man 2-3 Portionen, um satt zu werden, für die man etwa 50-100 Baht (100 Baht = ca. 2,00 €) bezahlt. Hygienisch ist es einwandfrei, denn im Wok werden eventuelle Keime durch die Hitze gut abgetötet. Das Essen haben wir immer ohne Probleme gut vertragen. Mag man es scharf, sollte man "little spicy" (ich esse gerne sehr scharf, aber das hat immer gereicht) bestellen, das ist für uns Europäer dann schon sehr ausreichend scharf. Ist es einmal zu scharf, am besten mehr Reis oder Nudel dazu essen, das nimmt dem Gericht etwas die Schärfe. War es einmal doch etwas zu scharf, hat man es einige Stunden später noch einmal gespürt...

 

Tagestour nach Ayutthaya

Das Highlight unseres Thailandurlaubes war die Tagestour zum UNESCO Weltkulturerbe nach Ayutthaya. Einst die Hauptstadt Thailands (von 1350 bis 1767), stehen heute nur noch die  Ruinen der (ehemals) beeindruckenden Bauwerke. Einen Tag sollte man einplanen.

Wir sind morgens in der Frühe (wichtig: da nur morgens und abends die Züge fahren und wegen der Tageshitze) mit dem Taxi zum Bahnhof in Bangkok, haben uns jeder für 20 Baht ein Zugticket gekauft und sind um 7.00 Uhr in den alten, rustikalen Zug gestiegen. Es war aufregend, da nur Einheimische im Zug mitgefahren sind. Es wurde Essen oder Getränke und frisches Obst im Zug verkauft. Alle Thais waren höflich und hilfsbereit, da alles nur in thailändisch angeschrieben steht. Die Fahrt geht über 70 Kilometer, erst durch Bangkok, dann wird die Gegend zunehmend ländlicher.

In Ayutthaya angekommen, wurden wir von einem Thailänder angesprochen, der sich als Tourguide, namens Bomol, mit Tuk-Tuk zur Tour durch Ayutthaya anbot. Er erklärte uns, dass er ein offiziell registrierter, örtlich anerkannter Guide sei und wenn man nicht zufrieden sei, könne man sich beim Tourist Office beschweren. Er meinte eine Tour dauere ca. 3 Stunden, die Stunde koste 200 Baht. Er versprach uns eine angenehme Sightseeing-Tour ohne "Shopping" oder sonstigem Nepp. Das Ganze stand auch noch auf einer großen Tafel am Bahnhof.  Überzeugt hat uns ein kleines Büchlein, das er uns zeigte, in dem ca. 20 andere deutsche Reisegäste ihm bescheinigten, dass man sein Angebot unbedingt annehmen solle.

Mit dem Tuk-Tuk ging es los, Bomol versorgte uns zunächst mit frischer Ananas, um uns zu erfrischen. Nachdem wir den ersten Tempel erreichten, waren wir froh, dass wir nicht wie zunächst geplant, Fahrräder geliehen hatten, um die Tour selbst abzufahren. Die einzelnen Attraktionen sind sehr weit verstreut, ob wir sie überhaupt gefunden hätten, ist fraglich und die zunehmende Tageshitze hätte uns den Rest gegeben. Wir haben uns in Ruhe sämtliche Ruinen, Tempel (u.a. Wat Phra Si Sanphet), ehemaligen Königspaläste  und den weltberühmten, von Baumwurzeln umwachsenen Buddhakopf (in den Ruinen des Wat Mahathat) angeschaut. Dabei haben wir uns viel Zeit gelassen, in Ruhe fotografiert, alles in allem waren wir 5,5 Stunden unterwegs. Es war ein unvergessliches Erlebnis. Bomol hat sich sehr gefreut, als wir ihm als Anerkennung für seine lobenswerten Dienste glatte 6 Stunden bezahlten. Natürlich haben auch wir ihm eine absolute Empfehlung in sein Büchlein eingetragen.

Die Rückfahrt nach Bangkok haben wir mit dem Bus (Ticket je 40 Baht) gemacht, da das zeitlich günstiger war als mit dem Zug. Wir waren ganz schön geschafft, und waren froh, dass der Bus klimatisiert war. Auch hier waren nur Thais im Bus, die sich zum Zeitvertreib eine Comedy-Sendung auf Video einer Truppe in Bangkok ansah. Es waren verschiedene Folgen, wir haben kein Wort verstanden, die Thais haben sich gut amüsiert. Als die Comedy-Truppe Europäer auf die Schippe nahm, mussten wir auch lachen, das fanden die Thais noch witziger und haben sich gekugelt vor Lachen.

 

Jomtien bei Pattaya

Jomtien Beach ist eigentlich nichts anderes, als eine Straße außerhalb von Pattaya, unser Hotel lag direkt am Strand. Hier werden wohl in nächster Zeit einige neue Hotels entstehen. Man spürt deutlich den negativen Einfluß des Tourismus, vor allem des Sextourismus. Letzteren gibt es nach wie vor, auch in unserem Hotel waren etliche Europäer, auch jüngere, anzutreffen, die in Begleitung junger Thailänderinnen unterwegs waren.

Unser Reiseleiter vor Ort konnte uns sämtliche Möglichkeiten zum Shoppen, Esssen gehen, flanieren usw. aufzählen. Kulturelle Sehenswürdigkeiten mussten wir ihm per Anfrage entlocken. Auch auffällig war, dass das Hotelpersonal (selbst für europäische Verhältnisse) deutlich unterkühlt war. Erst nach einigen Tagen, erwiderten Sie unseren höflichen Umgang mit der gewöhnlichen thailändischen Art des Lächelns.

 

Elefantenreiten

Toll war unser Ausflug zum Elefantenreiten. Man gab uns den Tipp, es nicht am Strand (Abzocke 600 Baht für 10 Minuten) zu tun, sondern ins Hinterland zu fahren. Das hat sich als lohnenswert herausgestellt. Auf dem Gelände der Elefant Farm angekommen, haben wir die Elefanten erst einmal mit Bananen gefüttert und gestreichelt.

Anschließend sind wir ca. 1 Stunde durchs Wasser und Gelände geritten, es wurde dann echt heiß und soviel Spaß es auch gemacht hat, waren wir dann froh, wieder in den Schatten zu kommen. Einen Regenschirm als Sonnenschutz hatten wir nicht mit. Anschließend bekamen wir noch eine ausführliche, interessante Führung, die uns die Aufzucht von Seidenraupen und das Herstellen von Seide erläuterte. Es ist unheimlich aufwendig, Naturseide herzustellen. Zum Schluss der Tour gab es kühle Getränke und herrlich frisches Obst (Pomelos, Ananas oder Dragonfruit = Pitthaya unbedingt probieren) zur Erfrischung. Auch wurde ein Film angeboten, auf dem unser Ritt auf dem Rücken des Elefanten dokumentiert war. Als VCD war das prima, wir haben eine CD gekauft und ein anderes Paar aus dem Hotel hat uns zuhause in Deutschland eine Kopie davon geschickt. So hielten sich die Kosten für den Film in Grenzen.

 

 

 

Tagesausflug auf die Insel Ko Samet

Diesen Tagesausflug haben wir über einen vor Ort lebenden Deutschen ("Uwe" vom berüchtigten "Chez Uwe" ) gebucht. Obwohl er zusicherte, dass auf der Insel ein "Robinson-Feeling"  aufkomme, stimmte das einfach nicht. Es gab Restaurants und Hütten für billige Übernachtungen. Alles illegale Bauten. Einsam war da gar nichts.

Auffällig war auch hier die enorme Umweltverschmutzung. Die Ankunft könnte man auch als Landung der Alliierten in Touristen-Tarnkleidung bezeichnen. Runter vom Boot, 10 Meter über den Strand gespurtet und ab in den ersten Liegestuhl. Echt peinlich. Wir sind über einen Pfad durchs Grüne an einen anderen Strand gewandert und waren hier immerhin ohne andere Touristen. Es gab nur die Buden zum Übernachten.

Insgesamt war ich von diesem Trip eher enttäuscht, ich hatte wohl eine etwas verklärte Vorstellung.

 

 

 

 

 

Kultur in der Umgebung in der Umgebung Pattaya / Jomtien

Muss man mit der Lupe suchen. Es gab einige Tempel, aber im Vergleich zu Bangkok eher kleinere Anlagen. Sehr gut gefallen hat uns ein riesiger Buddha, der mit Gold auf einer Felswand dargestellt war.

 

 

Tagesausflug ins Hinterland mit Dschungel-Tour

Am letzen Tag haben wir noch einmal ein Highlight erlebt. Diesmal machten wir eine Tour mit Bernd, ebenfalls einem Deutschen, der schon lange Zeit in Thailand lebt. Auch wurde er uns empfohlen von anderen Leuten, die diese Tour schon einmal mit ihm gemacht haben. Es ging zunächst auf dem Highway Richtung Kambodscha nach Chantharburi. Hier zeigte uns Bernd einen einheimischen Markt, mit Lebensmitteln und Fleisch und Fisch, Obst und Gemüse, zu dem normalerweise keine Touristen kommen. Alles war sehr exotisch, aber ich glaube für die Thais waren wir Europäer noch exotischer. Schüchtern haben sie uns belächelt, waren aber alle sehr freundlich. Es war sehr interessant und aufregend.

Auf der weiteren Fahrt zeigte uns Bernd, Kautschuk Plantagen, Ananasstauden, Pfeffer, Pitthaya und viele andere exotische Pflanzen. Nun kann ich getrost behaupten, dass ich war, wo der Pfeffer wächst.

Irgendwo vor der kambodschanischen Grenze ging es mit der Seilbahn einem Berg hinauf in ein Kloster. Es folgte eine kurze Zeremonie mit einem Mönch, die uns Glück bringen solle. Auch viele wertvolle, kunstvoll gearbeitete Spenden gab es zu bestaunen.

Schließlich ging es noch ein Stück mit dem Auto weiter und dann zu Fuß in den Dschungel! Die Natur war atemberaubend schön, obwohl es heiß und schwül war. Wir liefen den Berg hinauf, entlang an Wasserfällen, die im Berg Terrassen bilden. Unterwegs erhielten wir viele Infos über gelbschwarze, giftige Spinnen, die grüne, giftige Baumschlange mit dem roten Schwanz, über Termiten, Leguane und Skorpione (Skorpione haben wir keine gesehen). Es war hochinteressant und sehr informativ.

Auf halber Höhe des Berges hängten wir die Klamotten und Schuhe in die Äste, damit sich keine Skorpione darin verstecken konnten und haben ein erfrischendes Bad in einer der Terrassen des Wasserfalls genommen. Das Wasser war kühl und klar, es gab sogar viele Fische. 

Abschluss der Tages-Tour war eine Paddelrunde in Kanus im See am Fuße des Berges. Gerne hätte ich einen Kaiman entdeckt, aber ich hatte kein Glück. Vielleicht gab es auch keine.

 

 

 

 

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