Ausrüstung - Tipps und Tricks

 

Allgemein

Zubehör zur Kameraausrüstung gibt es sehr viel auf dem Markt. Einiges, das ich für praktisch empfinde, möchte ich kurz vorstellen.

 

Kleine Helferlein

Halter für Objektivdeckel:
Keine verlorenen Objektivdeckel mehr. Superpraktisch, billig. z.B. von der Firma Hama.

Wasserwaage:
für den Blitzschuh. Einfach und effektiv. Wer hat nicht schon viele Bilder gemacht, auf denen der Horizont schief ist und das Meer aus dem Bild fließt.

Kameragurt:
Gerade bei schwereren Objektiven wird der herstellerseitig mitgelieferte Kameragurt schnell zum Folterinstrument. Scheuern im Nacken, im Sommer verschwitzte Haut, drehen Kopfes ist erschwert, Nackenverspannungen sind spätestens am Abend die Folge. Glücklich und entspannt ist, wer einen Kameragurt aus Neopren besitzt. Idealerweise ein Modell, das sich schnell abnehmen läßt, falls es einmal stört.

Druckluft aus der Dose:
Jeder Besitzer einer Spiegelreflexkamera hat früher oder später Staub auf dem Sensor. Ich verwende Druckluft aus der Dose (ACHTUNG: Nur spezielle, geeignete Dosen verwenden, unbedingt aufrecht halten!)  um den Staub vorsichtig vom Sensor zu blasen.

Reinigungstuch:
Ein Mikrofaser gegen Staub oder Spritzwasser sollte man immer dabei haben.

Bohnensack:
dient zur Auflage der Kamera an Geländern oder Steinen, ect. Alternativ kann man die Kaufvariante wählen: "The Red Pod"

Kondenswasserschutz:
Hierzu kann man Stoffbeutel mit ( ungekochtem) Reis verwenden oder Silikat-Pads, die man z.B. in der Apotheke oder im Internet bekommt.

Plastiktüte und Klemmen für Gefrierbeutel:
sollten immer in der Fototasche sein, als leichter, günstiger Regenschutz für den Notfall für unterwegs. Vielleicht kann man in der Natur einem anderen Fotografen so die Ausrüstung retten. Dabei kann es sein, dass aus einer solchen Situation eine lange Freundscchaft entstehen kann.
Nachteil: Kondenswasser kann sich bilden.

Ersatz Speicherkarten:  (eigentlich logisch)
Braucht man immer, nicht nur als Ersatz bei Defekt. Manche Modelle unterstützen schnellere Speicherkarten, das kann sich auf sie Geschwindigkeiten der Serienbilder auswirken. Am günstigsten sind Speicherkarten über das Internet zu beziehen.

Ersatzakkus: (eigentlich logisch)
Gibt es ab 5€ pro Stück im Internet. Lohnt sich immer, denn gerade wenn man viel den internen Blitz (das Glühwürmchen) verwendet, geht das enorm auf die Akkuleistung. Oft lohnt es sich mehrere zu nehmen, da das Porto sonst teurer ist, als der Akku. Und falls einer mal defekt geht, hat man noch welche.

Batteriegriff / Hochformatgriff:
Es gibt genauso viele Befürworter wie Gegner des Batteriegriffs. Letztendlich muss jeder selbst entscheiden. Die Vorteile sind: zusätzlicher Auslöser und Bedienknöpfe, sowie entspannte Handhabung (ergonomischer) bei Hochformataufnahmen, verbesserte Haptik der Kamera, ein zweiter Akku ist einsetzbar. Die Nachteile sind größeres Gewicht und der Anschaffungspreis.

 

 

Große Helferlein:

Canon Selphy:
Genialer Thermosublimationsdrucker. Bilder 10x15 cm im Sofortdruck vor Ort als Postkarte! Verbrauchsmaterial (Großpackung: KP-108IP) im Internet günstiger als im Handel. z.B. das Modell CP510, oder besser das Modell CP71

Externer Bildspeicher:
Dient zum Backup von wichtigen Aufnahmen unterwegs. Auch bei vielen Aufnahmen, wie z.B. auf Reisen kann man so die gemachten Aufnahmen auch abseits der Zivilisation oder schnell und praktisch im Hotelzimmer speichern und hat so schnell wieder leere Speicherkarten zur Verfügung.

Fotorucksack / Fototasche:
Unbedingt eine(n) Tasche / Rucksack mit Regenschutz  und ordentlicher Polsterung kaufen! Was nützt Deinem Sohn die Kamera, wenn sie bei einem Ausflug nass wird. Muss man sich darauf verlasen können, dass die Tasche dicht und die teure Ausrüstung gut geschützt ist!
Ich finde einen Rucksack geeigneter, er ist einfach angenehmer zu tragen, als eine schwere einseitig hängende Tasche. Mein Rucksack ist der  Loewepro Minitrekker AW. Ein weiterer Vorteil ist, dass es die Maße für Handgepäck für Flüge erfüllt.
Ausserdem zu bedenken: Die Ausrüstung wächst schnell und die einst "große" Tasche wird sehr schnell zu klein.

 

Stativ:
Drei Kriterien sind bei einem Stativ von Bedeutung: 

bulletgeringes Gewicht (Material: Carbon oder Basalt)
bullethohe Stabilität / hohe Tragkraft
bulletgeringer Preis

Zwei der drei Kriterien sind leicht in Einklang zu bringen. Möchte man ein qualitativ hochwertiges, stabiles und leichtes Stativ, kommt man nicht umhin, tiefer in die Tasche zu greifen.
Generell möchte ich dem Stativkäufer zu bedenken geben, dass man ein gutes Stativ lange (weit mehr als 10 Jahre) nutzen können wird.
Billige Stative sind oft schlechter verarbeitet, was zu ständigen Instabilitäten mit verwackelten Bildern führt. Als Fotograf findet man so keine Freude am vermeintlich günstig erworbenen Dreibein.
Für den Fall, dass ein Defekt eintritt oder ein billiges Plastikteil abbricht, eine Reparatur des günstigen Stativs oft nicht möglich.

Gar nicht vorstellen mag man sich den Gedanken, dass die Kamera samt einem nicht standhaften Stativ umfallen.

Beachten sollte man noch die eigene Körpergröße. Idealerweise sollte man die Mittelsäule nicht oder nur gering herausfahren müssen, um bequem fotografieren zu können. Normalerweise liegt die Arbeitshöhe (mit eingefahrener Mittelsäule) bei ca. 150cm. Es gibt aber auch Stative, die höher (und damit teilweise erheblich teurer) oder niedriger sind.

Je nach fotografischem Interesse kann man unterschiedliche Stative erwerben. Dreibein- (Tripod) und Einbeinstative sind die häufigsten Stative. Daneben gibt es Spezialstative. 
Als Beispiel ist ein Stativ für Makrofotografie aufzuführen, z.B. das Modell Explorer der französischen Firma Gitzo.

Weitere bekannte Stativhersteller sind: Manfrotto, Giottos, Velbon

Ein teures Stativ ist also eine langfristig sinnvolle Investition.

 

 

Stativkopf / Neiger:
Für den Stativkopf gilt ähnliches wie für ein Stativ. Der Kopf sollte so dimensioniert sein, dass er die Ausrüstung in jeder Position sicher und stabil fixieren kann. Eine Friktion ist nützlich, um den Gleitwiderstand dem unterschiedlichen Auflagegewicht (je nach Objektiv) anzupassen.
Gute Stativköpfe sind oft teuer, aber auch hier gilt der Grundsatz, dass ein ordentlicher Stativkopf eine langfristige Investition darstellt.

Es gibt viele verschiedene Stativköpfe / Neiger, einige Varianten möchte ich kurz vorstellen.

Der Kugelkopf: Ist der Klassiker und einer der gängigsten Köpfe.

Magicball (Fa. Novoflex): Im Prinzip ein umgedrehter Kugelkopf, den ich sehr gerne nutze.

Ein 3D-Neiger: Neiger, um feine Einstellungsänderungen jeder einzelnen Achse vornehmen zu können. (Fa. Manfrotto, z.B.  Juniorneiger MA 410)

 

Schnellkupplung:
Auch hier gibt es ein breites Spektrum auf dem Markt.
Eine stabile, teure Variante ist das MiniConnect System der Fa. Novoflex, das eine hochwertige Verarbeitung hat, eine doppelte Sicherung gegen versehentliche Entriegelung, Einhandbetrieb zum Lösen der Verriegelung. Sehr gut finde ich, dass das Kupplungstück sehr klein ist  und damit nicht stört, wenn man kein Stativ verwendet.

 

Beach Rolly:
Nun ist es passiert! Die Ausrüstung ist zusammen, man möchte auf Tour gehen und muss alles mühsam schleppen. Abhilfe schaffte ein Beach Rolly der Fa. Eckla. Er ist rundum praktisch, robust, bietet viel Platz bei geringem Packmaß, kann viel Gewicht transportieren, ist geländegängig und bietet obendrein einen Sitz an. Idealerweise kann man ein Sonnendach als Zubehör erwerben, das obendrein eine prima Ablagefläche für zwischendurch ergibt.
Man legt alles im BeachRolly ab, hat noch Platz für Verpflegung, Jacken oder Regenschirme. Die Ausrüstung ist im Trockenen, beziehungsweise steht oder liegt beim Wechsel von Objektiven oder Zubehör nicht im Dreck.